Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj wird heute (08.12.) zu Beratungen mit europäischen Verbündeten in London erwartet. Mit dabei sein werden beim britischen Premierminister Keir Starmer, Bundeskanzler Friedrich Merz und der französische Präsident Emmanuel Macron. Es wird um den aktuellen Stand des Plans für ein Ende des Ukrainekriegs gehen.

Die Europäer würden „notwendigerweise eine tragende Säule der gerechten und dauerhaften Lösung sein, die wir gemeinsam aufbauen„, erklärte Macron im Vorfeld des Treffens. „Wir müssen weiterhin Druck auf Russland ausüben, um es zum Frieden zu zwingen.“ Die Angriffe Russlands auf die Ukraine gingen am Wochenende mit unverminderter Härte weiter.

Grundlage der derzeit stattfindenden Verhandlungen ist ein von den USA vorgelegter Plan für ein Ende des Kriegs, den Russland im Jahr 2022 begonnen hatte. Ein ursprünglicher Entwurf des Plans, der ehemals als kremlfreundlich galt, wurde auf Drängen der Ukraine und ihrer europäischen Verbündeten in zentralen Punkten überarbeitet. Die Ukraine und ihre europäischen Verbündeten fordern weitere Änderungen zugunsten der Ukraine.

US-Präsident Donald Trump warf dem ukrainischen Präsidenten vor, sich nicht mit dem Ukraine-Plan der USA vertraut gemacht zu haben. Trump sagte, dass Russland wohl lieber das ganze Land haben würde, dennoch glaube er, dass Moskau mit dem Vorschlag einverstanden sei. „Aber ich bin mir nicht sicher, ob Selenskyj damit einverstanden ist.“ Russland kontrolliert derzeit etwa ein Fünftel des ukrainischen Staatsgebiets, hat Teile davon völkerrechtswidrig annektiert und beansprucht auch Regionen, die man nie erobert habe.

Quelle: ARD