Netflix hat sich mit Blick auf die Übernahme von traditionellen Medienhäusern zurückgehalten. Doch nun bietet man bei Warner Bros. Discovery mit, die sich auch wieder aufspalten werden. Jetzt ist der Streamingdienst bei weiteren Verhandlungen über die Übernahme dabei.

US-Medienberichten zufolge soll Netflix in der 2. Bieterrunde das Angebot auf rund 28 US-Dollar je Aktie erhöht haben und zudem auch bereit sein, den Großteil davon in bar statt in eigenen Aktien zu bezahlen. Damit hat man jetzt die beiden anderen Interessenten Comcast, zu dem der TV-Sender NBC gehört, und Paramount Skydance ausgestochen. Vorher hatte Warner Bros. Discovery bekannt gegeben, dass man nach der 2. Bieterrunde in exklusive Gespräche mit einem Interessenten eintreten will. Diese Wahl ist jetzt auf Netflix gefallen.

Das bedeutet nicht sofort, dass die Gespräche auch wirklich zu einem Abschluss. Nur eins ist bisher klar: Netflix liegt klar vorne bei der Übernahmeschlacht. Berichten zufolge soll der Streamingdienst sogar fünf Milliarden Dollar zu zahlen haben, falls man sich letztlich doch nicht einig wird. Die Übernahme des Produktionsstudios und des Streaminggeschäfts von Warner ist das Ziel, nicht die linearen TV-Sender. Doch dies würde die weltweite Medienlandschaft wieder komplett umstellen. Dennoch würden auch noch entsprechende Fragen aufkommen, wie die Konkurrenz dazu aufgestellt ist.

Inzwischen ist es aber so, dass Paramount-Skydance-Boss David Ellison ziemlich sauer auf Warner Bros. Discovery-Chef David Zaslav ist. In einem Brief an Zaslav bezeichnete Ellison den Verkaufsprozess als „unfair und voreingenommen“ zugunsten von Netflix und warf der Führung von WBD vor, seinen Pflichten gegenüber den eigenen Aktionären auf einen fairen Transaktionsprozess nicht nachgekommen zu sein. Warner Bros. Discovery wies diese Anschuldigungen zurück.

Quelle: DWDL