Wegen Softwareproblemen bei Flugzeugen der Airbus-320-Serie gibt es aktuell im weltweiten Flugverkehr Probleme. Fluggesellschaften arbeiten derzeit unter Hochdruck daran, dass man an der Behebung des Problems arbeitet. Dafür müssen sie kurzfristig neue Software aufspielen, nachdem der europäische Flugzeugbauer Airbus über die notwendige Nachbesserung informiert hatte.
Ein Konzernsprecher schätzte, dass insgesamt etwa 6.000 Flugzeuge betroffen sein dürften. Die Updates mussten noch vor dem nächsten Flug vorgenommen werden. Bis zum Morgen meldeten mehrere Airlines schnelle Fortschritte. Dennoch wurden Dutzende Flüge gestrichen und Passagiere vor etwaigen Verspätungen oder Verschiebungen gewarnt.
Die japanische Fluggesellschaft ANA sagte 65 Flüge wegen der Probleme ab. Auch morgen (30.11.) könne es noch zu Störungen im Flugverkehr kommen. In Indien musste nach Angaben der dortigen Flugaufsichtsbehörde bei insgesamt 338 Maschinen die Software aktualisiert werden. Bis morgen könnten die notwendigen Arbeiten abgeschlossen sein. Die indische Fluggesellschaft Air India teilte mit, es sei mit keinen größeren Auswirkungen zu rechnen. Doch es könne bei einigen Flügen Verspätungen oder zu Umbuchungen kommen. Auch andere Fluggesellschaften aus Südkorea und Australien äußerten sich ähnlich. Bei American Airlines sind nach Unternehmensangaben 209 Flüge betroffen.
Anlass für die Software-Nachbesserungen ist nach Angaben von Airbus ein Zwischenfall bei einem Flugzeug der A320-Familie von Ende Oktober. Dabei habe sich gezeigt, dass kosmische Strahlung, die durch Sonnenstürme ausgelöst wird, Daten beschädigen könne, die für die Steuerung wichtig seien.
Quelle: ARD



