Im sudanesischen Bürgerkrieg haben die paramilitärischen Rapid Support Forces (RSF) eine dreimonatige humanitäre Waffenruhe ausgerufen. Das geschieht aufgrund von internationalen Bemühungen, insbesondere denen von US-Präsident Donald Trump, erklärte der Anführer der RSF, Hamdan Dagalo, in einer Rede.
Die Feuerpause ist damit wohl einseitig: Denn der sudanesische Armeechef Abdel Fattah al-Burhan hatte einen ähnlichen Vorschlag vor einigen Tagen abgelehnt. Eine Stellungnahme des Militärs lag bisher nicht vor. Seit Monaten bemüht man sich, ein Friedensabkommen für den Sudan zu erzielen, bisher ohne Erfolg. Im September hatte die von der Armee kontrollierte sudanesische Regierung schon einen Vorschlag einer Waffenruhe abgelehnt, der den Ausschluss der Armee und der RSF-Miliz aus der Politik vorsah.
Im Sudan herrscht Krieg, seit im April 2023 ein Machtkampf zwischen dem Militär und der einflussreichen RSF-Miliz eskalierte. Die Kämpfe haben nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO mindestens 40.000 Menschen das Leben gekostet und etwa 12 Millionen Menschen zu Flüchtlingen gemacht. Die Hilfsorganisationen nehmen an, dass die genaue Opferzahl wohl um ein Vielfaches höher ist.
Quelle: ZDF, AFP, Reuters, AP



