Der Ertrag bei der diesjährigen Lese liegt nach Einschätzung des Deutschen Weininstituts (DWI) im rheinhessischen Bodenheim rund 10 Prozent unter dem Durchschnitt der vergangenen 10 Jahre. Das ist weniger als zu Beginn der Weinernte angenommen.

Insgesamt rechnet das DWI mit weniger als 8 Millionen Hektolitern Weinmost, was etwa so viel wäre wie im letzten Jahr. Im Jahr 2024 waren es 7,8 Millionen Hektoliter. Der Durchschnitt der letzten 10 Jahre liegt bei 8,7 Millionen Hektolitern. Ein Hektoliter entspricht grob 133 Weinflaschen.

Durch die sehr frühe Lese war die Saftausbeute nicht so hoch und die Beeren blieben insgesamt etwas kleiner„, sagte Ernst Büscher, Sprecher des DWI. „Als dann Mitte September der Regen mit teilweise 100 Litern pro Quadratmeter kam, musste es sehr schnell gehen und bei der Lese mussten viele Trauben aussortiert werden.“ Die Qualität des Jahrgangs sei aber allgemein sehr gut und vielversprechend.

Die deutsche Weinernte war im vergangenen Jahr wegen der schlechten Wetterbedingungen, unter anderem durch Spätfröste und hohe Niederschläge, besonders niedrig ausgefallen. Sie lag 12 Prozent unter dem sechsjährigen Durchschnitt. Insgesamt bot die diesjährige Witterung bessere Bedingungen für den Weinbau.

Quelle: ARD