Nach der Entgleisung einer Standseilbahn in der portugiesischen Hauptstadt Lissabon ist die Zahl der Toten auf 16 gestiegen. Die Zahl wurde nochmal entsprechend korrigiert. Vorher sprach man von 17 Toten. Weitere 21 Menschen seien verletzt worden.

Unter den Opfern sind nach Behördenangaben auch Ausländer. Nach Angaben des Auswärtigen Amtes geht man auch von deutschen Opfern aus. „Leider müssen wir davon ausgehen, dass sich auch deutsche Staatsangehörige unter den Betroffenen befinden„, heißt es in einer Mitteilung. „Über die Anzahl gibt es derzeit noch keine verlässlichen Angaben.

Woher die Opfer kommen, ist nicht bekannt. Bei den Verletzten handle es sich um Menschen aus Portugal sowie zwei deutsche Staatsbürger, zwei Spanier und jeweils eine Person aus Frankreich, Italien, der Schweiz, Kanada, Marokko, Südkorea und Kap Verde. Portugiesischen Medienberichten zufolge ist unter den Opfern auch ein Familienvater. Der Mann habe mit seiner Frau und seinem Kind in der Bahn gesessen, als diese entgleiste, heißt es. Mutter und Sohn sind demnach verletzt worden.

Für heute (04.09.) hat die Regierung in Portugal einen nationalen Trauertag ausgerufen. Bisher sei nicht klar, warum die auch bei den Touristen beliebte Bahn „Elevador da Glória“ entgleiste, berichteten portugiesische Medien unter Berufung auf die Einsatzkräfte. Bilder zeigten, dass die Bahn umkippte und stark beschädigt wurde. Der Betreibe erklärte, dass die Bahn ordnungsgemäß gewartet worden sei.

Nach dem Unglück wurde der Betrieb dreier weiterer Standseilbahnen in Lissabon auf unbestimmte Zeit eingestellt. Nach Informationen des Stadtrats sollen die Bahnen einer technischen Prüfung unterzogen werden.

Quelle: ARD