Gut sechs Monate nach dem Anschlag auf eine Kundgebung der Gewerkschaft Ver.di in München hat die Bundesanwaltschaft gegen den mutmaßlichen Angreifer Klage wegen zweifachen Mordes und 44-fachen versuchten Mordes erhoben. In einer Mitteilung der Bundesanwaltschaft hieß es: „Der Angeschuldigte beging die Tat aus einer übersteigerten religiösen Motivation heraus. Er wähnte sich verpflichtet, als Reaktion auf das Leid von Muslimen in islamisch geprägten Ländern willkürlich ausgewählte Personen in Deutschland angreifen und töten zu müssen.“
Weniger als zwei Wochen vor der vorgezogenen Bundestagswahl war der damals 24-Jährige in eine Demonstration der Gewerkschaft ver.di gefahren. Eine Mutter und ihr Kind starben einige Tage später im Krankenhaus an ihren Verletzungen, viele weitere wurden zum Teil lebensgefährlich verletzt, teilte die Bundesanwaltschaft mit. Der Beschuldigte konnte damals noch am Tatort festgenommen werden, er verbleibt weiter in Untersuchungshaft.
Quellen: BR, AFP, dpa



