Die US-Regierung ist neuer Großaktionär des kriselnden Chipkonzerns Intel. Der amerikanische Staat halte nun einen Anteil von 10 Prozent, teilte US-Handelsminister Howard Lutnick mit. Auf der Plattform X, ehemals Twitter, schrieb er, dass es sich um eine „faire Vereinbarung für Intel und für das amerikanische Volk“ handele.

Als Kaufpreis werden die restlichen 8,9 Milliarden US-Dollar an Subventionen für den Ausbau der US-Produktion ausgezahlt, wie dies aus einer Intel-Mitteilung hervorgeht. Gut zwei Milliarden US-Dollar hatte Intel schon bekommen.

US-Präsident Donald Trump wollte früheren Angaben zufolge von Lutnick die Beteiligung als Gegenleistung für die Subventionen haben. Nach bisherigen Angaben des Ministers bekommt die US-Regierung Aktien ohne Stimmrechte. Damit könnte sie keinen direkten Einfluss auf Management-Entscheidungen bei Intel ausüben. Nach Angaben von Intel liegt der Anteil bei 9,9 Prozent.

Binnen fünf Jahren kann die US-Regierung nach einem weiteren Anteil von fünf Prozent zum Preis von 20 US-Dollar pro Aktie nachkaufen, falls Intel weniger als 51 Prozent an seinem Fertigungsgeschäft halten sollte. Die Intel-Aktie stieg im US-Handel am Freitag (22.08.) um rund 5,5 Prozent auf 24,80 Dollar.

Intel dominierte einst den Halbleitermarkt, kämpft aber seit einigen Jahren mit Problemen. Vor allem im Geschäft mit Chips für künstliche Intelligenz (KI) eroberte der Grafikkartenhersteller Nvidia eine Spitzenposition. Zudem steht Intel auch stärker unter Druck im angestammten Geschäft mit PC-Prozessoren und Chips für Rechenzentren. Intel versucht, sich zusätzlich zu eigenen Chips ein zweites Standbein als Auftragsfertiger für andere Halbleiter-Anbieter aufzubauen.

Quelle: ZDF, Reuters, dpa

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Waldemar
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