Bei einem Feuerwerk auf der Düsseldorfer Rheinkirmes sind gestern Abend (18.07.) 19 Menschen verletzt worden. Vier von ihnen sind schwer verletzt worden. Das hat die Feuerwehr dem WDR bestätigt. Nach Angaben der Polizei ist auch ein Kind unter den Verletzten.

Eine Augenzeugin sagte dem WDR, dass Feuerwerkskörper zur Seite geflogen seien und weit unten explodiert sind. Einige Raketen sind auch im Rhein gelandet. Auf einem von der gegenüberliegenden Rheinseite aufgenommenes Video sind zugleich Explosionen am Himmel und nah am Boden zu sehen gewesen. Ein weiterer Augenzeuge sagte dem WDR, dass er das Feuerwerk auch gesehen habe und dass er dann gesehen hat, dass einige Raketen erstaunlich tief geflogen sind und auch tief explodiert sind. Der Augenzeuge habe sich gewundert, ob das nicht zu nah an den Menschen sei. Nach Angaben der Feuerwehr sind wohl einige Raketen fehlgeleitet worden, ein Querschläger detonierte dann in der Menschenmenge.

Die Polizei geht von einem „tragischen Unglück“ aus. Der Schützen-Chef und damit der Mitorganisator der Rheinkirmes, Andreas-Paul Stieber, sagte gegenüber der „Rheinischen Post“, dass eine umgefallene Startrampe vermutlich die Ursache dafür gewesen sei. In einer Mitteilung des Veranstalters hieß es, dass man den Unfall sehr bedauere. Ein Sprecher erklärte, dass man jetzt prüfen werde, „ob die Tradition des Kirmesfeuerwerks im kommenden Jahr fortgesetzt wird.

Die Kirmes wurde zunächst fortgesetzt, um Panik zu vermeiden. Doch dann hat der Veranstalter das Fest vorzeitig am Abend beendet. Eigentlich hätte die Kirmes noch bis in die Morgenstunden geöffnet haben sollen. Die Kirmes endet regulär am Sonntag (20.07.).

Die Feuerwehr und die Rettungskräfte waren mit rund 80 Einsatzkräften vor Ort. Der Einsatz dauerte rund zwei Stunden.

Quelle: WDR, Rheinische Post