In der Schweiz und in Frankreich wurden wegen der Hitze die Atomkraftwerke heruntergefahren. Durch die aktuelle Sommerhitze ist das Wasser in den Flüssen zu warm und kann nicht als Kühlwasser genutzt werden.

So wurden in der Schweiz die Reaktoren des Atomkraftwerks Beznau abgeschaltet. Der zweite Reaktor arbeitet mit halber Leistung, teilte die Betreibergesellschaft Axpo mit. Die Maßnahmen dienten zum Schutz des Ökosystems des Flusses Aare und der Einhaltung der strengen umweltrechtlichen Vorgaben. „Eine übermäßige Erwärmung des bereits warmen Gewässers soll in heißen Sommerperioden verhindert werden, um Flora und Fauna nicht zusätzlich zu belasten“, teilte Axpo weiter mit. Das Atomkraftwerk entnimmt dem Fluss Kühlwasser, das es leicht erwärmt wieder in den Fluss leitet.

Die beiden Reaktoren Beznau nahe der deutschen Grenze gingen 1969 und 1971 in den Betrieb und gehören damit zu den ältesten noch betriebenen Atomkraftwerken der Welt. Die Schweiz hat den Atomausstieg beschlossen, doch dürften bestehende Anlagen so lange laufen, wie sie sicher sind. Axpo will Beznau 1 und 2 nach derzeitigem Stand in den Jahren 2032 und 2033 vom Netz nehmen.

In Frankreich wurde schon wegen Hitze das Kernkraftwerk Golfech im Süden des Landes heruntergefahren. Dies sei schon am späten Sonntagabend (29.06.) passiert, um ein Aufheizen des Flusses Garonne zu verhindern, heißt es vom staatlichen Stromkonzern EDF. Im Kernkraftwerk Blayais im Westen wurde die Leistung am Sonntag reduziert, um ein Aufheizen der Grionde zu verhindern. Für das AKW Bugey, das das Kühlwasser aus der Rhône bezieht, wurde ein Herunterfahren ins Auge gefasst.

Quelle: ARD