Vertreter der Ukraine und Russland sind in Istanbul zu einem zweiten direkten Gespräch zusammengekommen. Die Hoffnungen auf Fortschritte sind aber eher gering. Vor allem Russland ist nach den Angriffen der Ukraine die Stimmung angespannt.
Am Wochenende sind russische atomwaffenfähige Langstreckenbomber in Sibirien und anderen Regionen der Ukraine ins Visier genommen. Zugleich hatte die ukrainische Luftwaffe mitgeteilt, dass Russland 472 Drohnen auf das Land abgefeuert habe.
Aus ukrainischen Verhandlungskreisen heißt es, dass man bereit sei, echte Schritte zu einem Frieden zu unternehmen. Russland müsse aber die Bereitschaft zu Fortschritten zeigen, „anstatt nur die gleichen früheren Ultimaten zu wiederholen“. Die russische Delegation, die von Kreml-Berater Wladimir Medinski geleitet wird, teilte mit, dass man den ukrainischen Entwurf eines Friedensabkommens erhalten habe. Die ukrainische Delegation wird von Verteidigungsminister Rustem Umerow geleitet.
Mitte Mai hatte man bei ersten Gesprächen einen Gefangenenaustausch vereinbart. Bei der Frage einer Waffenruhe gab es keine Annäherung. Beide Seiten hatten nur ihre Ausgangspositionen für Verhandlungen vorgelegt.
Quelle: n-tv



