Am kommenden Montag (02.06.) soll es in der Türkei wieder Gespräche zwischen der Ukraine und Russland über eine mögliche Feuerpause im Ukraine-Krieg geben. Doch ob es überhaupt zu diesen Gesprächen kommen wird, ist noch offen.

Der russische UN-Botschafter Wassili Nebensja erklärte im UN-Sicherheitsrat, dass sein Land bereit sei für Gespräche. Dies sei der „Lackmustest“ für beide Seiten, um zu zeigen, ob sie es wirklich ernst meinen mit dem Streben nach einem Ende der Kämpfe, behauptete er. Doch er nannte auch Bedingungen für ein Ende der Kämpfe in der Ukraine. So sagte er: „Für die Dauer der Waffenruhe ist es zumindest erforderlich, dass die westlichen Länder die Waffenlieferungen an das Kiewer Regime einstellen und die Ukraine ihre Mobilmachung beendet.“

Dem russischen UN-Botschafter zufolge könnte eine Waffenruhe im Weiteren ermöglichen, an einer nachhaltigen Lösung der ursprünglichen Ursachen des Konflikts zu arbeiten. Russland hatte immer wieder betont, dass erst der Konflikt gelöst werden soll und dann über eine Waffenruhe gesprochen werden soll. Die Ukraine forderte im März schon auf Grundlage eines US-Vorschlages, dass es zu einer 30-tägigen Waffenruhe kommen soll, doch Russland will die nicht.

Der ukrainische Außenminister Serhij Sybiha sagte zu den Äußerungen des russischen UN-Botschafters: „Das ist Russlands Schlag ins Gesicht all jener, die sich für Frieden einsetzen.“ Noch bis gestern (30.05.) war seine Regierung grundsätzlich bereit für Gespräche in Istanbul. Nach der Rede von Nebensja ließ der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj eine Teilnahme offen.

Quelle: ARD