Die Europäische Union hat neue Sanktionen gegen Russland beschlossen. Es ist derweil schon das 17. Sanktionspaket. Die EU will in diesem Sanktionspaket weiter gegen die sogenannte russische Schattenflotte für den Transport von Öl und Ölprodukten vorgehen, teilte Kaja Kallas, die EU-Außenbeauftragte, mit.

Demnach soll für rund 200 weitere Schiffe das Einlaufen in Häfen in der EU verboten werden. Ebenso sollen die Betreiber nicht mehr von Dienstleistungen europäischer Unternehmen profitieren können. Zudem werden weitere Unternehmen ins Visier genommen, die an dem Umgang mit bestehenden Sanktionen beteiligt sind oder die russische Rüstungsindustrie unterstützen.

Von den neuen Ausfuhrbeschränkungen werden rund 30 wirtschaftliche Akteure betroffen sein. Dutzend weitere Personen und Unternehmen sollen überhaupt keine Geschäfte mehr in der EU machen dürfen und müssen auch Vermögenssperrungen befürchten.

Kallas teilte mit, dass schon ein 18. Sanktionspaket in Vorbereitung sei. Es soll unter anderem die Wiederaufnahme der Nord-Stream-Gaspipelines verhindern. Zudem sind eine Senkung des Preisdeckels für russisches Öl sowie weitere Sanktionen gegen den russischen Finanzsektor geplant.

Quelle: ARD