Mitten der Gespräche zwischen dem Iran und den USA haben die Vereinigten Staaten gestern (12.05.) neue Sanktionen gegen Teheran angekündigt und dies mit der Fortsetzung des iranischen Atomprogramms begründet. US-Außenminister Marco Rubio erklärte: „Der Iran baut sein Atomprogramm weiter aus“.
„Die heutigen Maßnahmen zeigen, dass sich die Vereinigten Staaten dafür einsetzen, dass der Iran niemals in den Besitz einer Atomwaffe gelangt“, sagte Rubio weiter. Einen Tag vorher endete eine weitere Verhandlungsrunde zwischen ranghohen Vertretern beider Länder im Oman.
Der US-Außenminister betonte, dass Teheran ihre „Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten mit doppeltem Verwendungszweck“ ausführe. Diese Aktivitäten beziehen sich „auf Kernwaffen und Trägersysteme für Kernwaffen“, erklärte er weiter. Er fügte hinzu, dass der Iran das einzige Land der Welt ohne Atomwaffen sei, das Uran auf einen Reinheitsgrad von 60 Prozent anreicht. Mit den Sanktionen wird jegliches Vermögen der betroffenen Personen und Organisationen in den USA eingefroren, die Zusammenarbeit mit ihnen verboten.
Die neuesten Sanktionen richten sich dem US-Außenministerium zufolge gegen drei iranische Atomprogramm-Vertreter sowie das iranische Unternehmen Fuya Pars, Prospective Technologists. Das Unternehmen hat Verbindungen zu der iranischen Militär-Forschungsorganisation SPND.
Die Atomgespräche zwischen den USA und dem Iran laufen seit gut 4 Wochen. Am vergangenen Sonntag (11.05.) schlossen beide Länder die vierte Runde ab und vereinbarten weitere Verhandlungen.
Quelle: ZDF



