Im niederländischen Enschede gedenken heute (13.05.) die Anwohner an die Feuerwerkskatastrophe von vor 25 Jahren. Am 13. Mai 2000 explodierte eine Feuerwerksfabrik im Stadtviertel Roombeek. Damals sind 23 Menschen ums Leben gekommen, 947 Menschen wurden verletzt. Das Stadtviertel Roombeek wurde komplett verwüstet.

Am Samstagnachmittag brach ein Feuer auf dem Gelände der Feuerwerksfabrik S.E. Fireworks im nördlich des Enscheder Stadtzentrums gelegenen Stadtteil Roombeek aus. Das Feuer bereitete sich weiter auch auf und es gerieten auch Feuerwerkskörper in Brand. Dann begann die Katastrophe. Es gab mehrere Explosionen durch das Entzünden der Feuerwerkskörper, und dann gab es zum Schluss eine große Explosion.

Insgesamt explodierten 177 Tonnen Feuerwerkskörper. Es wurden auch umliegende Häuser beschädigt und auch zerstört. Es waren auch Feuerwehrleute aus dem benachbarten Kreis Borken im Einsatz. Alleine aus Deutschland waren 200 Einsatzkräfte im Einsatz.

Im Jahr 2002 begann der Prozess wegen fahrlässiger Tötung sowie Verletzung von Umwelt- und Sicherheitsbestimmungen gegen zwei Manager. Sie wurden wegen fahrlässiger Tötung freigesprochen, aber wegen der Nichteinhaltung von Sicherheitsbestimmungen wurden sie aber zu je sechs Monaten Freiheitsstrafe verurteilt. Auch ein mutmaßlicher Brandstifter wurde verurteilt, aber aus Mangeln an Beweisen wieder freigesprochen.

Nach dem Unglück in Enschede wurde auf europäischer Ebene angeregt, die Bestimmungen mit dem Umgang und der Lagerung von Sprengstoff zu verschärfen. So trat dann Ende 2003 eine neue Regelung in Kraft.

Heute, 25 Jahre danach, erinnern sich viele Angehörige und Opfer an diesen Tag.

Hier gibt es ein Video vom NOS Journaal vom 13. Mai 2000:

NOS Journaal met Philip Freriks over Vuurwerkramp Enschede 13-05-2000

Quelle: Wikipedia, NOS, YouTube