Bei den Gesprächen über eine Waffenruhe im russischen Angriffskrieg auf die Ukraine haben die Unterhändler von Russland und der Ukraine nach Angaben des Weißen Hauses einen Verzicht auf Angriffe im Schwarzen Meer zugesagt. Beide Seiten hätten „sich bereit erklärt, die sichere Schifffahrt zu gewährleisten, die Anwendung von Gewalt zu unterbinden und den Einsatz von Handelsschiffen für militärische Zwecke im Schwarzen Meer zu verhindern“, heißt es in zwei getrennten Erklärungen aus Washington. Das ukrainische Verteidigungsministerium hat die Einigung auf Social Media bestätigt.

Das Weiße Haus in Washington erklärte, dass die US-Regierung dazu beitragen würde, Russlands Zugang zum Weltmarkt für Agrar- und Düngemittelexporte wiederherzustellen. Man werde zudem auch weiterhin Gespräche auf beide Seiten vermitteln, um einen nachhaltigen Frieden zu erreichen.

Weder von russischer noch von ukrainischer Seite lagen dazu Stellungnahmen vor. Der Sprecher des Kreml, Dimitri Peskow, sagte zuvor, dass Russland die Ergebnisse der Gespräche in Saudi-Arabien analysieren werde. Die Delegationen hätten ihren jeweiligen Regierungen Bericht erstattet. Mit öffentlichen Stellungnahmen sei nicht zu rechnen. Dreier-Gespräche zwischen Russland, den USA und der Ukraine sind nicht geplant. Auch ein Gespräch zwischen Kreml-Machthaber Wladimir Putin und US-Präsident Donald Trump ist nicht geplant, sagte der Kreml-Sprecher weiter. Dies könne aber bei Bedarf kurzfristig arrangiert werden.

Gestern (24.03.) hatten in Saudi-Arabien Unterhändler der USA und Russlands mehr als 12 Stunden miteinander verhandelt. Bei den Gesprächen ging es um die Wiederherstellung der Beziehungen zwischen Washington und Moskau und um eine Beendigung des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine. Es ging dabei um die ersten Schritte zu einer Waffenruhe, speziell um die Sicherung der Schifffahrt im Schwarzen Meer.

Quelle: ZDF