Der ehemalige Politiker und Buch-Autor Thilo Sarrazin will seinen Rauswurf aus der SPD nun doch nicht anfechten. Er habe sich die Frage gestellt, ob er als junger Mann in die heutige SPD eingetreten wäre, sagte er am Mittwoch (28.07.) in Berlin. Er sagte, dass er es nicht machen würde. Darum habe er entschieden, nicht mehr weiter gegen den Ausschluss vorzugehen.

Das oberste Schiedsgericht der SPD hatte den Parteiausschuss des ehemaligen Finanzsenators von Berlin vor fast einem Jahr bestätigt. Dieser diene dem „Schutz des Ansehens und der Glaubwürdigkeit der SPD“, heiß es.

Die Sozialdemokraten werfen Sarrazin vor, rassistische und antimuslimische Thesen unter dem Deckmantel einer SPD-Mitgliedschaft zu verbreiten. Daraufhin kündigte er an, dass er die Entscheidung vor dem Landgericht Berlin anfechten wolle, da das Verfahren aus seiner Sicht nicht offen, ehrlich und fair gewesen sei.

Er selbst bezeichnete seinen Ausschluss als „willkürlich, unsinnig und in jeder Beziehung schwachsinnig“ sei. Aber er betonte zugleich, dass man nicht nachtreten sollte.

Der Auslöser des Parteiausschlusses von Thilo Sarrazin waren mehrere Bücher von ihm, die rassistisch und auch muslimfeindlich sind.

Quelle: Tagesspiegel.de