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  • RNF muss abgewickelt werden | Insolvenzverfahren eröffnet

    RNF muss abgewickelt werden | Insolvenzverfahren eröffnet

    Kurz vor Weihnachten beendete das Rhein-Neckar-Fernsehen (RNF) seinen Sendebetrieb mit der letzten Sendung von „RNF Life“. Grund war die wirtschaftlich angespannte Lage des Senders. Nun ist das Aus offiziell besiegelt. Wie nun bekannt wurde, hat das Amtsgericht Mannheim jetzt das Insolvenzverfahren über das Vermögen der RNF Pro GmbH eröffnet.

    „Trotz größter Anstrengungen“ ist es im vorläufigen Insolvenzverfahren nicht gelungen, einen neuen strategischen Investor für das RNF zu finden. Die Rettung des ältesten Regionalfernsehsenders ist damit „endgültig gescheitert„, teilte das Unternehmen mit. „Wir haben seit der Einstellung des Sendebetriebs einen unglaublich großen Rückhalt aus der Bevölkerung erfahren und gespürt, welche Bedeutung das Programmangebot von RNF für viele Menschen hatte„, sagte Ralph Kühnl, Chefredakteur des RNF. „Leider mussten wir feststellen, dass es aktuell keine wirtschaftliche Perspektive für einen Weiterbetrieb gab.

    Tobias Wahl, der Insolvenzverwalter, bedauert die Abwicklung. „Bei allen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern bedanke ich mich für die vertrauensvolle Zusammenarbeit und ihren unermüdlichen Einsatz„, sagte er. Die noch 15 beschäftigten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wurden inzwischen freigestellt.

    Die Medienanstalt für Baden-Württemberg (LFK) würdigte die Leistungen des Senders, der in diesem Jahr seinen 40. Geburtstag gefeiert hätte. Als ältestes privates Regionalfernsehen Deutschlands habe das RNF „früh Maßstäbe für lokalen und regionalen Rundfunk“ gesetzt, heißt es von der LFK. Dessen Präsident Wolfgang Kreißig sagte: „Der Sender steht beispielhaft für die Pionierphase des privaten Rundfunks in Deutschland und für den Anspruch, regionale Themen journalistisch sichtbar zu machen.“ Weiter sagte er: „Ich bin überzeugt, dass lokale und regionale Informationen für die Menschen vor Ort nach wie vor ein hoch nachgefragtes Gut sind, deren Vermittlung dazu beiträgt, unsere Gesellschaft zusammenzuhalten. Dass RNF nun seinen Betrieb einstellen muss, ist daher ein schmerzlicher Verlust für die Medienvielfalt im Land.

    Nach dem Tod des geschäftsführenden Gesellschafters im November ist der RNF in Schwierigkeiten geraten. Ein Jahr zuvor hatte Joachim Schulz als Alleininhaber den Sender übernommen und in sein Unternehmen integriert. Doch in dieser Zeit habe er keine Vertretungsstrukturen gepflegt oder Vollmachten erteilt, heißt es nun vom Betriebsrat. Nach seinem Tod war der RNF ohne Führung. Weil es keine Aussicht auf eine schnelle Bestellung eines Notgeschäftsführers gegeben hatte, hat sich die Belegschaft entschlossen, im Dezember Insolvenz anzumelden.

    Quelle: DWDL

  • Keine finanzielle Lösung gefunden | Regionalsender RNF stellt den Sendebetrieb ein   

    Keine finanzielle Lösung gefunden | Regionalsender RNF stellt den Sendebetrieb ein   

    Nach fast 40 Jahren ist Schluss. Deutschlands ältester privater Regionalsender Rhein-Neckar-Fernsehen (RNF) stellt seinen Sendebetrieb ein. Vorher hatte der Sender Insolvenz anmelden müssen.

    Zur vierten Insolvenz ist es gekommen, weil der geschäftsführende Gesellschafter Joachim Schulz am 6. November gestorben ist. Der 68-jährige Unternehmer hatte den Sender erst vor gut einem Jahr in sein Portfolio mehrerer Unternehmen integriert und damit auch die volle Verantwortung für die wirtschaftliche Entwicklung des Senders übernommen. In dieser Zeit habe er aber keine  Vertretungsstrukturen gepflegt oder Vollmachten erteilt, heißt es nun vom Betriebsrat. Nach seinem Tod war der RNF führungslos. So wurde dann am 1. Dezember ein vorläufiges Insolvenzverfahren eröffnet, weil es auch keine Aussicht auf eine schnelle Bestellung eines Not-Geschäftsführers gegeben hat.

    Erst am vergangenen Mittwoch (17.12.) thematisierte man dieses Thema in der eigenen Nachrichtensendung „RNF Life“. „Es ist so gut wie kein Geld vorhanden„, sagte der vorläufige Insolvenzverwalter Tobias Wahl, verwies aber auf einen möglichen Investor, der „ernsthaft und glaubwürdig“ Interesse zeigte. Doch jetzt heißt es, dass es zu einer Zwischenfinanzierung und damit auch zu einer langfristigen Lösung gekommen ist. Zusätzliche finanzielle Mittel bleiben aus, sodass der Sendebetrieb des RNF nicht fortgesetzt werden kann. Davon sind 21 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter betroffen. Dennoch will man weiterkämpfen, heißt es vom Team, und es werden weitere Schritte überprüft. Ob es aber wirklich zu einer Rettung des Senders kommen wird, ist noch fraglich.

    Das RNF startete 1986 als Regionalfenster, damals für RTL, was es bis 2017 war. Danach war der Sender, der schon 1996 auf einem eigenen 24-Stunden-Sender sendete, eigenständig und musste schon vorher drei Insolvenzen überstehen, was auch immer wieder große Veränderungen bedeutete. Im kommenden Jahr hätte der RNF seinen 40. Geburtstag gefeiert.

    Quelle: DWDL, Wikipedia

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