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Trump fordert wieder den Rauswurf von Jimmy Kimmel

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Nach einer scherzhaften Bemerkung über First Lady Melania Trump hat US-Präsident Donald Trump wieder die Entlassung von Moderator Jimmy Kimmel gefordert. Wegen seines „verabscheuungswürdigen Aufrufs zur Gewalt“ müsse Kimmel „sofort von Disney und ABC gefeuert werden„, schrieb der Rechtspopulist auf seiner Online-Plattform.

Kimmel hatte Melania Trump in seiner Show letzte Woche das Strahlen einer „werdenden Witwe“ bescheinigt und sich über Donald Trumps Alter und Gesundheitszustand lustig gemacht. Das dürfte dem Rechtspopulisten Trump nicht gefallen haben. Kimmel machte diese Bemerkung zwei Tage vor dem Schusswaffenvorfall am Rande des Korrespondenten-Dinners mit Trump in Washington, D.C. am Samstagabend (25.04.) gemacht. Es ist eher unwahrscheinlich, dass es eine Verbindung dazu gibt. Aber Trump will dies so hindeuten. Die Sprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt, hat am Montag (27.04.) dann auch direkte Parallelen zwischen Kimmels Parodie und der mutmaßlichen Motivation des Angreifers von Washington gezogen. Sie sagte: „Diese Rhetorik über den Präsidenten, die First Lady und ihre Unterstützer ist völlig verrückt.

Bei dem Vorfall während des Korrespondenten-Dinners hatte ein bewaffneter Mann versucht, eine Sicherheitskontrolle ein Stockwerk über dem Eingang zur Veranstaltung zu überwinden. Bei seiner Festnahme fielen mehrere Schüsse. Ein Gericht warf dem Verdächtigen versuchten Mord am US-Präsidenten vor.

Es ist nicht das erste Mal, dass sich der Rechtspopulist Trump mit dem Late-Night-Moderator Kimmel anlegt. Nach dem Mord an dem rechtsextremen Aktivisten Charlie Kirk hatte Kimmel der MAGA-Bewegung vorgeworfen, sich die Ermordung von Kirk politisch zunutze zu machen. Danach wurde Kimmel off air genommen. Nach heftiger Kritik an der vorübergehenden Absetzung vollzog dann Disney eine Kehrtwende und holte Kimmel zurück ins Programm.

Dennoch hat die Empörung von Trump einen gewissen Beigeschmack. Der Rechtspopulist selbst beleidigt immer wieder Menschen, die er nicht mag und die nicht auf seiner Seite stehen. Dabei macht er sich auch über Tote lustig. So hat er den Tod des ehemaligen FBI-Chefs Robert Mueller im März mit den Worten kommentiert: „Gut, ich bin froh, dass er ⁠tot ⁠ist. Er kann unschuldigen Menschen keinen Schaden mehr zufügen.

Quelle: SPIEGEL, AFP

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