Knapp zwei Monate nach dem Finale des Afrika-Cups, das der Senegal gegen Marokko gewonnen hatte, hat der afrikanische Fußballverband CAF Marokko nachträglich zum Sieger erklärt.
Wie der CAF erklärte, hat das Berufungsgericht des Verbandes entschieden, dass das Finale des Afrika-Cups 2026 zwischen dem Senegal und Marokko gemäß Artikel 84 des Regelwerks mit 3:0 für den Gastgeber gewertet wird. Damit wurde Marokko knapp zwei Monate nach dem Endspiel zum Sieger des Afrika-Cups erklärt.
Das eigentliche Finale hatte Ende Januar der Senegal mit 1:0 nach Verlängerung gewonnen. Aber das Spiel wurde von einem Protest-Eklat überschattet. In der Nachspielzeit der regulären Spielzeit bekam Marokko einen umstrittenen Elfmeter zugesprochen. Es folgten dann wilde Proteste der Senegalesen. Ein großer Teil der senegalischen Mannschaft verließ dann zwischenzeitlich das Spielfeld. Nach einer Unterbrechung von 15 Minuten ging es weiter.
Das Spiel stand zwischenzeitlich auch vor dem Abbruch, da auf den Tribünen in Rabat, der Hauptstadt von Marokko und Austragungsort des Finales, Chaos ausgebrochen war. Fans des Senegal wollten den Platz stürmen, was durch das Eingreifen der Sicherheitskräfte verhindert wurde.
Marokko hatte danach Einspruch gegen die Wertung des Spiels eingelegt, weil die Senegalesen aus Protest gegen die Schiedsrichter-Entscheidung den Platz verlassen hatten. „Diese Situation hatte erhebliche Auswirkungen auf den normalen Spielverlauf und die Leistung der Spieler„, hieß es als Begründung des Verbands damals. Erst wurde der Protest abgelehnt, doch Marokko ging in Berufung, jetzt mit Erfolg.
Quelle: Kicker



