Jörg Schönenborn wird als Programmdirektor des WDR aufhören. Er wird künftig neue Aufgaben innerhalb der ARD übernehmen, heißt es. So wird der 61-Jährige die Moderation der „Tagesthemen“ übernehmen. Er wird damit quasi der Nachfolger von Helge Fuhst, der zum Springer-Verlag gegangen ist. „Auf Bitte der ARD-Intendantinnen und -Intendanten“ werde Schönenborn seine publizistische Tätigkeit für den Senderverbund „deutlich ausweiten und so die aktuelle politische Berichterstattung im Ersten und im Onlineangebot der ARD stärken„, hieß es von der ARD.
Auch weiterhin wird er die Zahlen bei Wahlen für die ARD präsentieren und auch den „Presseclub“ moderieren. Zudem soll er über die digitalen Angebote der ARD den „Austausch mit den Menschen ausbauen, um über die journalistische Arbeit der ARD zu diskutieren und sie zu erklären„. Schönenborns bisherige Stelle eines zweiten Programmdirektors des WDR soll von der Intendantin Katrin Vernau neu ausgeschrieben werden. Es wird auch weiterhin bei der Zweiteilung beim WDR in der Programmdirektion bleiben.
„In Zeiten von Desinformation und Propaganda im Netz setzt die ARD auf noch mehr Tiefgang, Einordnung und Erfahrung„, sagte der ARD-Vorsitzende und Intendant des Hessischen Rundfunks, Florian Hager. „Schönenborn steht für glaubwürdigen Qualitätsjournalismus. Analytisch und differenziert vermittelt er unserem Publikum immer das ganze Bild. Er repräsentiert die DNA des öffentlich-rechtlichen Rundfunks und sichert das Vertrauen des Publikums in unsere politische Berichterstattung.“ Auch NDR-Intendant Hendrik Lünenborn attestiert Schönenborn Glaubwürdigkeit und erklärte, das Publikum schätze „seine Unvoreingenommenheit und seine klaren Worte“. Als Moderator der „Tagesthemen“ wird er neben Ingo Zamperoni und Jessy Wellmer daher „eine große Bereicherung für uns und unser Publikum“ sein, sagte Lünenborn.
In einer offiziellen Mitteilung der ARD erklärte Jörg Schönenborn: „Das Bedürfnis nach Orientierung war bei unserem Publikum noch nie so groß wie heute. Das erlebe ich auch in meiner Arbeit als Journalist und Moderator. Mir ist es dabei immer wichtig, so zu berichten und zu erklären, dass sich jede und jeder selbst ein Bild machen und eigene Schlüsse ziehen kann. Deshalb bin ich dankbar für die Möglichkeit, in der neuen Rolle einen größeren Beitrag dazu leisten zu können, und ich freue mich über das Vertrauen der Intendantinnen und Intendanten.„
Quelle: DWDL
