In der nächsten Woche wird es wieder Streiks im ÖPNV in Nordrhein-Westfalen geben. Das hat die Gewerkschaft Verdi angekündigt. Schon ab Montag (16.03.) sollen landesweit in den Verwaltungen und Kundenzentren der Nahverkehrsunternehmen Streiks stattfinden Am Dienstag (17.03.) sollen dann fast in allen NRW-Regionen Busse und Straßenbahnen „spürbar von der frühesten Frühschicht bis zur spätesten Spätschicht stillstehen„.

S-Bahnen und Regionalzüge sind von den Streiks nicht betroffen. Auch nicht betroffen sind das Leverkusener Nahverkehrsunternehmen Wupsi, die Bahnen der Stadt Monheim, die Fahrzeuge von Stadtbus Gütersloh sowie die Stadtwerke Hamm und Münster. In Aachen wird das Unternehmen ASEAG auch nicht streiken, weil es kein Teil des Tarifkonfliktes ist. In Siegen und im Kreis Olpe werden die Auswirkungen laut Informationen des WDR als gering eingeschätzt. Denn bei den Verkehrsbetrieben Westfalen-Süd (VWS) sind die Mitarbeitenden nicht betroffen. In anderen Städten und Kreisen in NRW, wie in Duisburg, Kreis Kleve und Wesel, werden die Unternehmen fahren. Die Düsseldorfer Rheinbahn wird derweil versuchen, ihr bei Streiks übliches Not-Netz mit Bussen aufrechtzuerhalten.

Hintergrund der neuen Streiks sind die Tarifverhandlungen im ÖPNV. Nach Angaben der Gewerkschaft Verdi zufolge haben die Forderungen der Beschäftigten den Arbeitgebern seit November vorgelegen, aber nach zwei Verhandlungsrunden gebe es noch keine Einigung. „Stattdessen haben die Arbeitgeber einen Katalog mit Gegenforderungen vorgelegt, ohne konkret auf die Forderungen der Beschäftigten einzugehen„, teilte Verdi mit.

Die zweite Runde der Tarifverhandlungen ging Anfang März ergebnislos zu Ende. Am 24. März gehen die Verhandlungen weiter. Mehr als 30 kommunale Verkehrsunternehmen mit rund 30.000 Beschäftigten sind in NRW von der Tarifrunde betroffen.

Der Kommunale Arbeitgeberverband NRW wirft der Gewerkschaft Verdi seit Wochen vor, die Augen vor der desolaten Finanzlage der Verkehrsbetriebe zu verschließen. „Die Forderungen von Verdi sind unrealistisch und komplett aus der Zeit gefallen„, sagte der Geschäftsführer und Pressesprecher des Kommunalen Arbeitgeberverbands NRW, Thorsten Herbert. Verdi will die wöchentliche Arbeitszeit von 39 auf 37 Stunden bei vollem Lohnausgleich kürzen. Die Ruhezeiten zwischen zwei Schichten sollen außerdem von 10 auf 11 Stunden erhöht werden. Der Zuschlag für Sonntagsarbeit soll von 25 % des Stundenentgelts auf mindestens 40 % steigen.

Quelle: WDR, Gewerkschaft Verdi, dpa

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Waldemar
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