Die Spritpreise steigen immer weiter. Einen Tag nachdem der Diesel über die Marke von 2 Euro gekommen ist, ist jetzt auch Super E10 über die Marke von 2 Euro gekommen. In der Preisspitze am Morgen kostete Super E10 2,003 Euro, teilte der ADAC mit. Gestern (04.03.) lag er noch knapp mit 1,995 Euro darunter.

Auch der Diesel verteuerte sich weiter. Am Morgen erreichte der Kraftstoff den bundesweiten Durchschnitt von 2,086 Euro pro Liter. Gestern waren es noch 2,054 Euro.

Diesel ist normalerweise günstiger als E10, weil dieser deutlich niedriger besteuert wird. Sein Preis ist aber krisenanfälliger. Auch in der Anfangsphase des Ukrainekriegs hatte er stärker reagiert als Benzin. Einer der Gründe ist, dass der Diesel auch als Ersatz für Gas verwendet wird und für die Industrie eine größere Rolle spielt. Beide Preise können im Verlauf des Tages auch wieder ein gutes Stück sinken, das entspräche der Entwicklung in normalen Zeiten. Zuletzt hatte der allgemeine Anstieg dies aber überlagert.

Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) kündigte nun eine Überprüfung der Preise an: „Wir werden prüfen, dass nicht eine Situation ausgenutzt wird, die sich an den Märkten abbildet, aber nicht in dieser Höhe„, sagte sie im Podcast von „Table.Briefings“. Darüber sei die Ministerin mit dem Bundeskartellamt im intensiven Austausch. Im ZDF drohte Bundesfinanzminister und Vizekanzler Lars Klingbeil (SPD) mit Konsequenzen, sollten sie versuchen, aus dem Krieg im Nahen Osten und der aktuellen Lage Kapital zu schlagen. „Also es darf da jetzt keine Abzocke geben und da muss Politik natürlich auch handeln und muss da klar und konsequent vorgehen„, sagte Klingbeil.

Quelle: ZDF, dpa

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Waldemar
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