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Krieg im Nahen Osten | Hisbollah greift Israel an

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Der Konflikt im Nahen Osten weitet sich aus. Die libanesische Hisbollah-Miliz hat in der Nacht Israel beschlossen. Es ist das erste Mal seit Beginn der Waffenruhe im November 2024, dass die vom Iran unterstützte Schiitenmiliz Israel mit Raketen angegriffen hat. Die Hisbollah begründete dies mit der Tötung des geistlichen Führers des Irans, Ajatollah Ali Chamenei, bei einem israelischen Luftangriff am Samstag (28.02.) in Teheran.

Israels Armee fing nach eigenen Angaben ein Geschoss ab, andere seien im offenen Gelände niedergegangen. Die Hisbollah trage „die volle Verantwortung für jede Eskalation„, erklärte Ejal Zamir, der israelische Generalstabschef, in der Nacht. Als Reaktion auf den Raketenbeschuss der Hisbollah hat die israelische Armee Ziele im Libanon angegriffen. Unter anderem wurden Häuser in der Hauptstadt Beirut getroffen. Dabei seien ranghohe Mitglieder der Miliz getroffen worden, teilte die israelische Armee mit. Eine weitere Angriffswelle hat es dann am Morgen gegeben. Ziele waren u. a. ein Waffenlager sowie weitere Waffenlager und weitere Infrastruktur der Schiiten-Miliz im Libanon gewesen.

Nach libanesischen Angaben wurden bei den israelischen Angriffen mindestens 31 Menschen getötet. Weitere 149 wurden verletzt. Die meisten Toten habe es im Süden des Landes gegeben.

Israel hatte die Bevölkerung in fast 50 Städten und Dörfern im Libanon aufgerufen, sich in Sicherheit zu bringen. Zivilisten im Süden und Osten des Landes sollten ihre Häuser verlassen und sich mindestens einen Kilometer von den Dörfern entfernt in offene Gebiete bewegen. Auf Bildern von Nachrichtenagenturen aus der vergangenen Nacht sind lange Autoschlangen zu sehen gewesen, die Beirut verlassen wollen.

Die libanesische Regierung hielt nach den israelischen Vergeltungsschlägen eine Krisensitzung ab. An dem Treffen nahm auch Armeechef Rudolph Haikal teil. Die staatliche libanesische Nachrichtenagentur berichtete, dass das Kabinett die volatile Lage nach den US-israelischen Angriffen auf den Iran erörtere und über Maßnahmen mit Blick auf die Situation im Libanon berate.

Seit 2024 hat es zwischen der Hisbollah und Israel eine Waffenruhe gegeben. Nach den jüngsten Angriffen der USA und Israels auf den Iran hatte die Miliz den Verbündeten in Teheran ihre Solidarität zugesagt. Die Hisbollah ist zwar stark geschwächt, soll aber nur noch über große militärische Fähigkeiten verfügen.

Noch am Samstag hatte die libanesische Regierung mitgeteilt, der US-Botschafter habe versichert, Israel werde nicht gegen den Libanon eskalieren, solange es keine feindseligen Handlungen von libanesischer Seite gebe.  

Quelle: ARD

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