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Krieg im Nahen Osten | DAX rutscht ab, Öl- und Gaspreise legen zu

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Der Angriff der USA und Israels auf den Iran sowie dessen Vergeltungsschläge haben den deutschen Aktienmarkt zum Auftakt in die neue Woche ins Minus geschickt. Der DAX hatte in den ersten Handelsminuten 2,3 Prozent eingebüßt und kam auf 24.697 Punkte. Am vergangenen Freitag (27.02.) hatte der deutsche Leitindex noch an seinem Rekordhoch von Mitte Januar gekratzt.

Vor allem die Fluggesellschaften, Banken und konsumabhängigen Aktien leiden unter dem Angriff. Die Fluggesellschaften mussten durch den Beschluss ihre Flüge komplett streichen. Wichtige Luftfahrt-Drehkreuze wie Dubai sind betroffen. Die Kurse von Energiefirmen dagegen steigen. Durch den Krieg dort steigen die Öl- und Gaspreise.

Der MDAX der mittelgroßen Werte verlor zum Auftakt in die neue Woche 2,7 Prozent und kam auf 30.706 Punkte. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 fiel um 2,3 Prozent. Die spanischen und italienischen Indizes, in denen Banken stark gewichtet sind, gaben am stärksten nach. Der IBEX 35 in Madrid verlor 3 Prozent und der FTSE MIB verlor 2,4 Prozent.

Bei den Einzelwerten rutschte die Aktie von Lufthansa in der Spitze um mehr als 11 Prozent ab. Der Reiseveranstalter Tui büßte zeitweise sogar 10 Prozent ein. Zu den größten Verlierern im DAX gehörte auch die Deutsche Bank mit einem Minus von rund 4 Prozent. Dagegen waren Rüstungswerte wie Rheinmetall und Hensoldt gefragt, deren Aktien sich sogar um bis zu 8 Prozent verteuerten.

Preise für die Rohölsorten Brent und WTI haben in der Spitze um knapp 10 Prozent zugelegt und kamen auf knapp 80 US-Dollar je Barrel. Die europäischen Gaspreise sind sprunghaft um bis zu 25 Prozent angestiegen. Händler befürchten, dass die Kämpfe im Nahen Osten die globale Energieversorgung nachhaltig beeinträchtigen können.

Entscheidend ist die Frage für die Weltwirtschaft, ob die Seestraße von Hormus wirklich für mehr als nur ein paar Wochen für Öl- und Gasexporte gesperrt sein wird. Wenn ja, dann könnte das globale Wachstum gebremst werden und die weltweite Inflation spürbar in die Höhe treiben.

Quelle: ntv, dpa, AFP

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