Discord hat die weltweite Altersverifikation erstmal gestoppt. Nachdem man Anfang dieses Monats bekanntgab, dass man künftig von allen Nutzern einen entsprechenden Nachweis verlangen wollte, ist der globale Roll-out jetzt gestoppt worden und auf das zweite Halbjahr 2026 verschoben worden.
Geplant war, dass das Alter künftig stärker technisch geprüft wird. Wenn interne Signale wie Nutzungsverhalten oder Zahlungsdaten keine eindeutige Einschätzung zulassen, sollten Nutzende entweder ein Ausweisdokument hochladen oder ihr Alter per Gesichtsscan bestätigen. Vor allem dieser biometrische Ansatz führte zu Kritik. In sozialen Netzwerken äußerten viele Nutzer Datenschutzbedenken und warnten vor möglichen Risiken, falls sensible Daten bei Drittanbietern landen.Discord räumt nun in ihrem eigenen Blog ein, dass die Kommunikation unglücklich gelaufen sei.
Statt den ursprünglichen Plan einfach später umzusetzen, will das Unternehmen das Konzept überarbeiten. Künftig sollen mehr Verifikationsmethoden zur Auswahl stehen, darunter auch Prüfungen per Kreditkarte. Discord verspricht außerdem mehr Transparenz darüber, welche externen Dienstleister eingebunden werden und wie deren Systeme funktionieren.
Besonders sensibel ist das Thema Gesichtsalterschätzung. Hier soll nach Angaben von Discord darauf geachtet werden, dass die Verarbeitung möglichst direkt auf dem Gerät der Nutzer erfolgt und keine biometrischen Daten zentral gespeichert werden. In Ländern mit klaren gesetzlichen Vorgaben zur Altersprüfung, wie in Großbritannien, bleibt eine Verifikation weiterhin Pflicht. Für andere Regionen will Discord flexibler vorgehen.
Quelle: Golem



