Die Gewerkschaft Verdi und der Beamtenbund DBB haben zu einem zweitägigen Warnstreik im öffentlichen Dienst aufgerufen. Betroffen von den Streiks sind Unikliniken, Straßenmeistereien und die IT in Verwaltungen. In einigen Bundesländern werden auch die Schulen und Kitas bestreikt.

In Baden-Württemberg sind alle Landeseinrichtungen zu den Streiks aufgerufen worden, darunter auch Hochschulen, Unis, Studierendenwerke, der Stuttgarter Zoo, Museen und Behörden. Auch in Nordrhein-Westfalen sind für heute (10.02.) Tausende Beschäftigte zu Streiks aufgerufen worden. In Düsseldorf ist eine Großdemonstration geplant.

In Niedersachsen und Bremen sind auch landesweite Ausstände geplant. So müssen sich Autofahrer auch wieder auf gesperrte Tunnel und Brücken einstellen. In Potsdam, wo verhandelt wird, rechnet die Polizei morgen (11.02.) wegen der Warnstreiks mit Verkehrsbehinderungen. Es seien mehrere Veranstaltungen mit einer Vielzahl an Teilnehmern angemeldet, sagte ein Polizeisprecher dem ZDF.

Generell wollen vor allem nicht verbeamtete Beschäftigte mit Streiks und Protesten auf sich aufmerksam machen. Beamte beteiligen sich auch an den Streiks, aber nur wenn sie an dem Tag Urlaub haben oder in ihrer Freizeit.

Verdi und der DBB fordern für die rund 2,2 Millionen Beschäftigten sieben Prozent mehr Geld im Monat, mindestens aber 300 Euro. 200 pro Monat mehr soll es für die Nachwuchskräfte geben. Die Laufzeit des Tarifvertrags soll 12 Monate betragen. Die Tarifgemeinschaft deutscher Länder hatte bisher kein Angebot vorgelegt.

Quelle: ZDF, dpa, Reuters