Die Plattform Discord hat erweiterte „Teen Safety“-Features angekündigt, die erst in Großbritannien und Australien getestet und dann in den nächsten Wochen weltweit zum Einsatz kommen sollen.

Das bedeutet jetzt: Solange Discord nicht Gegenteiliges vernimmt, wird davon ausgegangen, dass ein Teenager vor dem Bildschirm sitzt. Für alle bestehenden und künftigen Nutzer wird daher automatisch eine Voreinstellung aktiviert, inklusive Zahlungsbeschränkungen und strengeren Content-Filter-Einstellungen. So landen dann Direktnachrichten unbekannter Personen erst in einem separaten Posteingang.

Die neuen Regeln von Discord werden nach und nach umgesetzt. Wer bestimmte Einstellungen verändern möchte, einzelne Funktionen nutzen oder auf bestimmte Inhalte und Kanäle zugreifen will, der muss erst einen Altersverifikationsprozess durchlaufen.

So haben die Nutzer dann die Wahl zwischen einer Altersschätzung über eine Webcam-Gesichtserkennung und einer digitalen Passkontrolle über ausgewählte Dienstleister. Der Datenschutz soll unter anderem dadurch gewährleistet werden, dass Videoaufzeichnungen nur auf dem Smartphone gespeichert bleiben oder anbieterseitig unmittelbar gelöscht werden.

Die Maßnahmen sind einerseits als Reaktion auf die Social-Media-Verbote zu erklären, die seit Ende 2025 in Australien gelten. Andere Länder wie Spanien, Frankreich und auch Tschechien überlegen ähnliche Maßnahmen. Betroffen waren die klassischen Social-Media-Plattformen wie Facebook, X, Threads, Instagram und TikTok. Es wird auch diskutiert, ob es auch auf weitere Plattformen ausgeweitet werden soll.

Quelle: Gameswirtschaft