Nach dem Skandal um den Doktortitel hat der Ministerpräsident von Thüringen, Mario Voigt (CDU), einen Misstrauensantrag der gesichert rechtsextremen AfD überstanden. Der Fraktionschef und Landesvorsitzende der AfD, Björn Höcke, trat selbst als Kandidat an und scheiterte bei der Abstimmung im thüringischen Landtag.

Für ihn haben 33 Abgeordnete gestimmt, gegen ihn haben 51 Abgeordnete gestimmt. Eine absolute Mehrheit von 44 Abgeordnetenstimmen wäre nötig gewesen, um Voigt aus dem Amt abzuwählen. Der 48-jährige CDU-Politiker ist seit Ende 2024 Regierungschef des Freistaats Thüringen und führt eine Koalition aus CDU, SPD und BSW.

Auslöser für den Misstrauensantrag war eine Entscheidung der Technischen Universität Chemnitz, den Doktortitel von Voigt wegen Mängeln an seiner Dissertation zu entziehen. Der CDU-Politiker kündigte Klage dagegen an. Höcke hatte direkt seinen Rücktritt gefordert und ein Misstrauensvotum angekündigt.

Quelle: ntv, dpa