Der ehemalige Fed-Gouverneur Kevin Warsh soll nach dem Willen von US-Präsident Donald Trump neuer Chef der US-Notenbank werden. Das teilte Trump auf Social Media mit. Warsh soll den derzeitigen Notenbank-Chef Jerome Powell ersetzen, den Trump 2017 selbst als US-Notenbankchef vorschlug.
Damit würde ein ausgewiesener Finanzexperte an die Spitze der Federal Reserve (Fed) gelangen, der einflussreichsten Zentralbank der Welt, die von politischen Weisungen unabhängig ist. Warst war schon zwischen 2006 und 2011 im Direktorium der Notenbank. Bei seiner Ernennung im Alter von 35 Jahren war er damals der jüngste Gouverneur in der Geschichte der Fed.
Die Amtszeit von Powell als Fed-Chef geht im Mai zu Ende. Trump hatte ihn immer wieder scharf kritisiert und vergeblich dazu gedrängt, die Zinsen zu senken. Die Fed legte zuletzt eine Zinspause ein, nachdem sie vorher noch drei Zinsschritte nach unten auf 3,5 bis 3,75 Prozent gegangen war. Die kleinen Senkungen sollten ein Wiederaufflammen der Inflation auf hohem Niveau verhindern. Doch das hat Trump nicht gereicht. Trump beleidigte Powell und forderte seine Entlassung. Derzeit läuft gegen Powell auch ein Ermittlungsverfahren wegen angeblich zu hoher Ausgaben für ein neues Gebäude.
Quelle: ARD



