Ubisoft hat mit einem großen Knall große Restrukturierungsmaßnahmen angekündigt. Das bedeutet, dass Ubisoft Studios schließt und auch Mitarbeiter ins Büro zurückholt, die bisher im Home-Office gearbeitet haben. Aber auch Spiele, die bisher geplant gewesen sind, werden eingestellt.

So soll es bei Ubisoft in Zukunft nur noch fünf Kreativstudios geben, die sich auf die erfolgreichen Kernmarken konzentrieren sollen Neben Shootern wie „The Division“, „Ghost Recon“ oder „Splinter Cell“ stehen auch die großen Triple-A-Projekte wie „Assassin’s Creed“, „Far Cry“ oder auch „Rainbow Six“ im Fokus. Dazu gibt es Familienspiele sowie Live-Experiences (Brawlhalla, Skull & Bones etc.) und Fantasy- und storybasierte Fantasy-Welten (Might & Magic, Prince of Persia, Anno, Beyond Good & Evil).

Im Zuge dessen werden auch Studios geschlossen. So hatte man kürzlich die Schließung des Studios in Halifax angekündigt. Alle 71 Mitarbeiter müssen gehen. Dies zog aber auch eine rechtliche Prüfung der CWA Canada nach. Die Gewerkschaft kündigte an, die Rechte ihrer Mitglieder zu schützen, und man werde alle rechtlichen Mittel ausschöpfen. Auch betroffen von den Schließungen und Entlassungen sind die Studios in Stockholm, Teams in Abu Dhabi sowie RedLynx (Trials-Serie) und Massive Entertainment (The-Division-Serie, Star-Wars-Outlaws). Zudem sollen die Teams alle wieder an fünf Tagen in der Woche im Büro arbeiten, aber mit einer jährlich pauschal festgelegten Anzahl an Remote-Arbeitstagen.

Von den Maßnahmen sind auch Spiele betroffen, die Ubisoft noch veröffentlichen wollte. So sind drei noch nicht angekündigte Projekte eingestellt worden, darunter ein Mobile-Game. Auch das Remake von „Prince of Persia: The Sands of Time“ wird eingestellt. Im Fokus des Entwicklers und Publishers aus Frankreich stehen künftig Spiele mit Open-World-Ansatz und Live-Services. Neben den eingestellten Projekten wurden auch Projekte, die noch nicht angekündigt wurden, verschoben.

Inzwischen gab es auch von der Ubisoft-Aktie eine Reaktion, die nicht so schön aussieht. So stürzte das Wertpapier an der EURONEXT in Paris zeitweise um 32 Prozent auf 4,49 Euro ab. Wie die Experten von MarktWatch meldeten, sei dies der größte Kurseinbruch seit dem Börsengang vor 30 Jahren.

Quelle: PC Games, Gameswirtschaft