Valve hat für Steam nun eine Verschärfung für die Offenlegung von der Nutzung von Künstlicher Intelligenz angekündigt. Schon seit 2024 fordert die Plattform von allen Spieleherstellern die Offenlegung, ob und wenn ja, wie KI-generierte Inhalte im Spiel auftauchen.

Diese Vorgabe soll zu mehr Transparenz führen und soll direkt auch in den Produktbeschreibungen auf Steam angezeigt werden.

Wie jetzt aus einem Post von Simon Carless auf LinkedIn hervorgeht, muss auf Steam nicht nur mehr gekennzeichnet werden, wenn die Entwickler KI-Tools während des Produktionsprozesses zur Beschleunigung und Effizienzsteigerung einzelner Aufgaben genutzt haben, wie beim Coding oder Debugging. Sie gilt auch für alle Spielarten von KI, soweit sie für den Kunden wahrnehmbar sind, und zwar im Spiel selbst, durch die Spielwelt, die Grafik, die Musik und andere Sachen wie Effekte, sondern auch mit Blick auf Texte und Marketing-Materialien wie Trailer und Artworks.

Dies gilt auch für Inhalte, die außerhalb des Spiels durch KI-Mechaniken generiert werden, wie Avatare.

In der Praxis wird die Abgrenzung immer schwieriger bis unmöglich werden: Denn sobald Entwickler auf entsprechende KI-Programme für die Übersetzung von Quests zurückgreifen, müssten diese dann entsprechend in den Steam-Beschreibungen aufgeführt werden.

In immer mehr Tools und Engines sind KI-Elemente serienmäßig verbaut. Eine davon ist die Unreal Engine von Epic Games. Dessen CEO Tim Sweeney, der auch den Steam-Rivalen Epic Games Store betreibt, hält diese Kennzeichnung für überholt. Denn mittelfristig würden nahezu alle Games-Produktionen in irgendeiner Form auf KI-Elemente zurückgreifen.

Quelle: Gameswirtschaft