Die Plattform X, die ehemals Twitter hieß, wehrt sich gegen den Versuch eines Startups, sich den Namen Twitter und das bekannte Logo, den blauen Vogel, sichern zu wollen. X habe den Namen aufgegeben und die Markenrechte sollen deswegen gelöscht werden, argumentierte die Firma Operation Bluebird. Sie hat einen Antrag beim amerikanischen Patent- und Markenamt. X kontert in einer Klage, das Startup versuche „dreist, die weltbekannte Marke Twitter zu stehlen„.
Elon Musk, der Besitzer von X, hatte vor gut drei Jahren Twitter für gut 44 Milliarden Dollar gekauft. Später hat er die Plattform dann in X umbenannt und hat alle Spuren mit dem Namen Twitter verschwinden lassen. Aus der Sicht von Operation Bluebird zeugt dies davon, dass X keine Absicht mehr habe, den alten Namen und das alte Logo benutzen zu wollen. Und das will man nun haben. Unter der Domain „Twitter.new“ soll ein neues Twitter entstehen. Unter dieser Domain kann man sich schon einen Usernamen sichern.
X betonte im Gegenzug, dass die Umgestaltung der Webseite und der App nicht die Aufgabe der Markenrechte von Twitter bedeute. Man verwies auch darauf, dass Nutzer bei Beiträgen weiterhin von Tweets statt von Posts sprechen würden, und auch der Name Twitter noch genutzt wird.
Das US-Portal „Arstechnica“ hat mit zwei Markenrechtlern gesprochen und sie sehen durchaus Erfolgschancen für das Startup. Der Stanford-Professor Mark Lemley hält es zwar für möglich, dass X die Marke Twitter behalten kann, aber nur, wenn das Unternehmen eine echte Nutzung nachweist oder glaubhaft macht, zur alten Marke zurückzukehren. Der kalifornische Markenrechtler Mark Jaffe sieht X in einer noch schwächeren Position. Aus seiner Sicht spricht vieles dafür, dass X die Marke aufgegeben hat.
Quelle: ntv, dpa



