Die US-Einwanderungsbehörde hat den britischen Journalisten und Kommentator Sami Hamdi festgenommen. Man habe ihm sein Visum entzogen und plane, ihn abzuschieben, schrieb die stellvertretende Heimatschutzministerin der USA, Tricia McLaughlin, auf Social Media.

Eine Sprecherin des britischen Außenministeriums teilte der Nachrichtenagentur PA mit, dass das Ministerium mit der Familie von Hamdi und den örtlichen Behörden in Kontakt stehe.

Hamdi hatte sich auf dem Weg zu einer Vortragsreise in den USA befunden und war am Sonntagmorgen (26.10.) am Flughafen von San Francisco von Beamten der Einwanderungsbehörde abgeführt worden, heißt es in einer Mitteilung des Verbandes für US-Islamische Beziehungen (CAIR). Grund für seine Festnahme sei die Kritik des Journalisten an dem Vorgehen der israelischen Regierung in Gaza. Die CAIR kündigte Rechtsbeistand für Hamdi an.

Der Verband der Muslime in Großbritannien rief die britische Regierung dazu auf, Hamdi diplomatischen Beistand zu leisten. Der Verband schrieb auf Social Media, dass die Pressefreiheit nicht selektiv sein kann.

Quelle: ZDF, dpa