Der FC Schalke 04 trennt sich von seinem Kaderplaner Ben Manga. Das gab der Zweitligist am Montag (22.09.) bekannt. Er wird mit sofortiger Wirkung freigestellt. Sein Vertrag gilt noch bis 2028.
Nach einem guten Start in die Saison, der viel Ruhe im Umfeld geführt hatte, ist dies schon ein großer Knall für Schalke. „Wie bei meinem Amtsantritt angekündigt, habe ich die vergangenen Monate genutzt, um mir ein umfassendes Bild unseres sportlichen Bereichs zu machen. Nach dem Ende der Haupttransferperiode haben wir sorgfältig analysiert, was gut funktioniert und wo wir Potenziale sehen„, erklärte Schalkes Sportvorstand Frank Baumann in einer Mitteilung. „Dabei haben wir sowohl die Ergebnisse der Arbeit als auch die zugrunde liegenden Prozesse bewertet. Mit den von uns identifizierten Maßnahmen werden wir Schalke 04 in diesen Bereichen zukunftsorientiert aufstellen.„
Nach Informationen der WAZ war ein Teil der Vereinsführung schon skeptisch bezüglich Manga, als Baumann am 1. Juni den Posten des Sportvorstands übernahm. Baumann wollte sich während seiner ersten Transferperiode ein eigenes Bild machen. Dabei haben sich Differenzen offenbart, zum Beispiel die Art und Weise des Scoutings, berichtet die WAZ.
Manga kam im Mai 2024 zu Schalke und galt wegen seiner erfolgreichen Transfers vor allem bei Eintracht Frankfurt als „Perlentaucher“. Schalke befand sich in einer großen Krise und musste in der vergangenen Saison gegen den Abstieg in die 3. Liga kämpfen. „Ben stieß in einer schwierigen Phase zum Club und konnte Impulse in seinen Bereichen setzen. Wir danken ihm für seine Arbeit„, sagte Baumann.
Baumann wird nun interimistisch die Aufgaben von Manga übernehmen. „Wir haben die genauen Anforderungen definiert. Jetzt steht es im Fokus, konkrete Gespräche zu führen und die besten Kandidaten zu finden„, sagte Baumann. Um das Profilleistungszentrum kümmert sich nach wie vor Youri Mulder. Ein Verantwortlicher für Kaderplanung, Transfers, Leihspieler und Partnervereine wird gesucht. Die Knappenschmiede, bisher in Mangas Bereich gewesen, soll eine eigene Leitung bekommen. Knappenschmiede-Chef Raffael Tonello, ein enger Vertrauter von Manga, soll aber bleiben, berichtet die WAZ.
Quelle: WAZ



