Der englische Verein Crystal Palace darf nach Ansicht des Internationalen Sportgerichtshofs (CAS) nicht in der UEFA Europa League spielen. Damit bestätigte das CAS die Entscheidung der UEFA, die den amtierenden FA-Cup-Sieger wegen eines Verstoßes gegen ihre „Multi-Club Ownership“-Regeln in die Conference League eingestuft hatte.
Dagegen hatte sich Palace mit ihrem Trainer Oliver Glasner vor dem CAS gewehrt. Nach der Anhörung letzte Woche hatte sich Klubboss Steve Parish zuversichtlicher denn je geäußert. Doch nun darf der Premier-League-Rivale Nottingham Forest in der Europa League spielen, während Palace jetzt am 21. August in den Play-offs der Conference League gegen Fredriksstad FK oder gegen FC Midtjylland spielen muss.
Sportlich hatte sich Crystal Palace den Platz in der Europa League durch den Sieg gegen Manchester City im FA-Cup-Finale geholt. Doch John Textor, ein Co-Eigentümer der Eagles, ist über seine Eagle Football Group gleichzeitig Hauptanteilseigner bei Ligue-1-Vertreter Olympique Lyon. Lyon hatte sich auch für die Europa League qualifiziert.
Die UEFA erlaubt es grundsätzlich aus Gründen der sportlichen Integrität nicht, dass zwei oder mehrere von einer Institution kontrollierte Klubs im gleichen Wettbewerb antreten dürfen. Und weil Palace und Lyon bis zur Deadline am 1. März versäumt hatten, die Mehrheitsverhältnisse zu klären und etwa Anteile in einen Blind Trust zu legen, waren die Londoner erst aus der Europa League ausgeschlossen worden. Dass Textor, der auch als Lyon-Boss zurücktrat, nach Darstellung der Eagels grundsätzlich nicht in sportliche Entscheidungen involviert ist und dazu im Juni dem Verkauf seiner Anteile an Palace zugestimmt hatte, überzeugte die Entscheider der UEFA noch beim CAS.
In einer Pressemitteilung des CAS heißt es: „Nach Prüfung der Beweise stellte das Gremium fest, dass John Textor, Gründer von Eagle Football Holdings, Anteile am CPFC und OL hielt und zum Zeitpunkt der Bewertung durch die UEFA Vorstandsmitglied mit entscheidendem Einfluss auf beide Vereine war.“ Weiter heißt es: „Das Gremium wies auch das Argument des CPFC zurück, dass er im Vergleich zu Nottingham Forest und OL ungerecht behandelt worden sei. Das Gremium war der Ansicht, dass die UEFA-Regeln eindeutig sind und Vereinen, die zum Zeitpunkt der Bewertung nicht konform sind, keine Flexibilität einräumen, wie vom CPFC behauptet.„
Ob Palace nun noch weitere Schritte einleiten wird, wie es Parish für den Fall erwägt, bleibt abzuwarten. Es bleibe nur noch ein Gang vor ein ordentliches Gericht.
Quelle: Kicker



