Bei einem russischen Luftangriff auf ein Gefängnis sind in der vergangenen Nacht nach ukrainischen mindestens 16 Insassen getötet worden. Zudem seien mehr als 30 Häftlinge dieses Gefängnisses in der Region Saporischschja verletzt worden, schrieb der Militärgouverneur Iwan Federow auf Telegram.

Die Großstadt Saporischschja sei in der Nacht achtmal angegriffen worden. Mutmaßlich sind Gleitbomben abgeworfen worden, teilte Federow mit. Dabei wurden Gefängnisgebäude zerstört worden, es gebe aber auch an Privathäusern einige Schäden. Saporischschja ist seit Beginn des russischen Angriffs auf die Ukraine immer wieder Ziel von den Russen.

Der ukrainische Menschenrechtsbeauftragte Dmytro Lubinez schrieb auf Social Media, dass der Angriff auf Saporischschja einmal mehr zeige, dass Russland in der Ukraine Kriegsverbrechen begehe. „Menschen, die im Gefängnis sitzen, haben nicht ihr Recht auf Leben und Schutz verloren„, erklärte er. Auch der Stabschef des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj, Andrij Jermak, verurteilte die Angriffe als „ein weiteres Kriegsverbrechen“ Russlands.

Auch in der Region Dnipropetrowsk hat es nach Angaben von ukrainischen Behörden russische Angriffe gegeben. Ein Raketenangriff traf nach Angaben des Regionalgouverneurs Serhij Lyssak die Stadt Kamjanske getroffen. Dabei seien mindestens 2 Menschen getötet und 5 weitere verletzt worden. Auch an einem Krankenhaus habe es Schäden gegeben. Zwei weitere Tote habe es auch in den Bezirken Synelnykiwsky und Welykomychayliwska gegeben. Dort wurden auch Privathäuser getroffen.

Russland hat nach Angaben der ukrainischen Luftwaffe in der Nacht zum Dienstag mit 37 Drohnen und zwei Raketen angriffen. 32 Drohnen wurden demnach abgefangen.

Quelle: ARD