In Südkorea hat bei der vorgezogenen Präsidentschaftswahl der Oppositionspolitiker Lee Jae Myung die Wahl gewonnen. Der Mitte-links-Kandidat setzte demnach mit 52 Prozent der Stimmen gegen den konservativen Kandidaten Kim Moon Soo durch. Er bekam 39 Prozent der Stimmen.

Der neue Präsident steht vor großen Problemen: Er muss die anhaltende Staatskrise beenden, die sein abgesetzter Vorgänger Yoon Suk Yeol ausgelöst hatte, beenden. Er muss das Vertrauen der Menschen in die Politik wieder aufbauen.

Lee Jae Myung hatte im kurzen Wahlkampf unter anderem für erneuerbare Energien geworben, für die Stärkung der Arbeitnehmerrechte und einen außenpolitischen Annäherungskurs Richtung China und Nordkorea.

In Südkorea wird der Präsident direkt vom Volk gewählt. Für den Sieg reicht eine einfache Mehrheit. Er verfügt über weitreichende Befugnisse. So leitet er nicht nur die Regierung, sondern ist auch Oberbefehlshaber des Militärs. Zudem kann er Präsidialverordnungen erlassen, um die konkrete Umsetzung einzelner Gesetze zu bestimmen. Der Präsident in Südkorea ist für fünf Jahre gewählt und kann nicht wiedergewählt werden.

Quelle: Deutschlandfunk