Die Europäische Union hat die geplanten Gegenzölle aus US-Produkten vorerst nicht in Kraft gesetzt. Das hat EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen angekündigt, nachdem die USA ihre Zölle für 90 Tage ausgesetzt haben.
Nach den Turbulenzen an den Börsen hat US-Präsident Donald Trump die Zölle für viele Länder für 90 Tage ausgesetzt. So kann man noch verhandeln. Für China wurden die Zölle nicht ausgesetzt, sie sind sogar erhöht worden.
Die Kommissionspräsidentin teilte mit: „Wir haben die Ankündigung von Präsident Trump zur Kenntnis genommen. Wir wollen Verhandlungen eine Chance geben.“ Die Gegenmaßnahmen der EU seien von den Mitgliedstaaten nachdrücklich unterstützt worden, sollen aber für 90 Tage ausgesetzt werden. Nächste Woche hätten diese Gegenzölle in Kraft treten sollen. Von der Leyen betonte: „Wenn die Verhandlungen nicht zufriedenstellend verlaufen, werden unsere Gegenmaßnahmen in Kraft treten.“ Zudem werden noch weitere Gegenmaßnahmen vorbereitet. Alle Optionen liegen auf dem Tisch.
Gestern (09.04.) hatten die EU-Staaten beschlossen, dass Gegenzölle zwischen 10 und 25 Prozent als Reaktion auf die von Trump angeordneten Zölle angeordnet werden. Ab Mitte April hätte es Sonderabgaben für Jeans und Motorräder aus den USA gegeben. Weitere Gegenzölle hätten im Mai in Kraft treten sollen.
Quelle: ZDF



