Bei einer Explosion in einem Munitionslager in Myanmar, nicht weit an der Grenze zu China, sind viele Menschen ums Leben gekommen. Nach Angaben der Rebellen, die das Gebiet dort kontrollieren, wurde die Explosion durch eine versehentliche Detonation von Bergbausprengstoff verursacht.
Die britische BBC berichtet von 55 Toten. Diese sollen in dem Dorf Kaung Tat im Bezirk Namhkan ums Leben gekommen sein. Ein Vertreter des Rettungsteams des Bezirks hatte von 46 Toten gesprochen. Unter den Toten soll es auch Kinder geben. Es soll mehr als 70 Verletzte geben.
Den lokalen Berichten zufolge wurden bei der Explosion zahlreiche Wohnhäuser in der Umgebung beschädigt. Rettungskräfte suchten weiter nach Verschütteten. Das Krankenhaus des Ortes Namhkam meldete einen akuten Mangel an Blutreserven für die Behandlung der Verletzten.
Die Ta’ang National Liberation Army (TNLA), eine der einflussreichsten ethnischen Minderheiten in Myanmar, erklärte, dass es sich um ein Munitionslager in ihrem Besitz handele. Ihren Angaben zufolge enthielt das Munitionslager auch gewerbliche Sprengstoffe, die für den Einsatz in einem von der Gruppe betriebenen Steinbruch vorgesehen waren. Die TNLA hat den Opfern der Explosion ihr Mitgefühl ausgedrückt und kündigt eine umfassende Untersuchung der Ursache für die Explosion an.
Quelle: ARD
