Das „ARD Mittagsmagazin“ steht nach Informationen des Medienmagazins DWDL wieder vor großen Veränderungen. Wie DWDL berichtet, wird der MDR aus finanziellen Gründen zum nächsten Jahr die Verantwortung des Mittagsmagazins abgeben. Die betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wurden heute (07.05.) informiert, berichtet DWDL.
Die Entscheidung kommt überraschend. Im Jahr 2016 musste der Bayerische Rundfunk sich vom „Mima“ trennen und gab es an den RBB. Grund damals waren Kosteneinsparungen. Der RBB übernahm 2017 und musste wegen des Skandals um Ex-Intendantin Patricia Schlesinger und der finanziellen Löcher bei der ARD dann nach sieben Jahren sich vom „Mima“ trennen. Der MDR übernahm dann und verlängerte die Sendung auf zwei Stunden. Zudem kamen Themen aus Ostdeutschland mehr in Erscheinung. Zudem konnte man die Produktionskosten etwas nach unten drücken.
Doch die Kosten sind nun doch zu hoch geworden. Der MDR muss in der aktuellen Beitragsperiode 160 Millionen Euro sparen. Weitere 30 Millionen Euro werden fällig, wenn auch die von der KEF empfohlene Anhebung des Rundfunkbeitrags zum 1. Januar 2027 auf 18,64 Euro kommt. Gibt es keine Erhöhung wie bei der jetzigen Beitragsperiode, die im Übrigen durch die Länder Sachsen und Sachsen-Anhalt entstanden ist, sind es sogar 60 Millionen Euro.
Wie DWDL berichtet, befindet sich der MDR aktuell in Gesprächen mit ARD-aktuell, „um die Produktion des ARD-Mittagsmagazins im Jahr 2027 abzugeben„. Die Sendung soll eine Zukunft haben. Und so wie es dann aussieht beim NDR. „Der Norddeutsche Rundfunk hat Bereitschaft signalisiert, das MIMA ggf. zu übernehmen„, heißt es vom MDR gegenüber DWDL. Der NDR hat gegenüber DWDL die Übernahme des „Mima“ auch bestärigt.
Bekanntgeworden ist zudem auch beim MDR, dass man die Sendung „MDR um Zwei“ einstellen will, auch wegen der Sparmaßnahmen. Dennoch ist hier nichts offiziell bestätigt worden.
Quelle: DWDL
