Die Deutsche Welle (DW) wird ihr griechisches Angebot nicht einstellen und auch über das Jahr 2026 hinaus fortführen wird. Wegen eines sinkenden Steuer-Zuschusses hatte man eigentlich geplant das Angebot zum Jahresende einzustellen. Nun die Kehrtwende.

In einer Pressemitteilung des Rundfunkrats heißt es, dass die finanzielle Lage der DW trotz für 2026 und 2027 gewährter „Personalverstärkungsmittel zum teilweisen Ausgleich tarifbedingter Mehrkosten“ angespannt bleibe und der Sender daher seinen Transformationsprozess daher fortsetzen müssen, dieser zeige demnach auch schon erste Wirkung. „Ziel sind effizientere Strukturen, eine engere Zusammenarbeit der europäischen Sprachredaktionen sowie eine bessere Nutzung gemeinsamer journalistischer Ressourcen. Erste Erfahrungen zeigen, dass dadurch neue Handlungsspielräume entstehen„, heißt es in der Mitteilung. Daher habe man beschlossen, das griechische Angebot ab 2027 in reduzierter form fortzuführen.

Die DW bewertet ihre sprachliche Vielfalt als wichtigen Bestandteil ihrer internationalen Wirkung und sieht im griechischsprachigen Angebot weiterhin einen bedeutenden Beitrag zur weltweiten Vermittlung deutscher und europäischer Perspektiven„, schrieb die Deutsche Welle. Wie die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ berichtet, soll sich unter anderem der griechische Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis persönlich bei Bundeskanzler Friedrich Merz für eine Fortführung starkgemacht haben. Aber auch aus Deutschland gab es Unterstützung für eine Fortsetzung. Der Rundfunkratsvorsitzende Karl Jüsten kommentierte es so: „Die Entscheidung zum griechischsprachigen Angebot zeigt, dass die Transformation der DW Handlungsspielräume eröffnen kann. Klar bleibt aber auch: Die DW braucht dauerhaft eine verlässliche finanzielle Grundlage, um ihren Auftrag erfüllen zu können.

Scharfe Kritik gab es in den letzten Monaten auch an den vorgesehenen Änderungen beim Deutsch-Angebot. Die DW plant hier, dass die journalistische Inhalte und Sprachlernen künftig in einem integrierten digitalen Angebot für Deutschlernende weltweit sowie für deutschsprachige Communitys im Ausland zusammenzuführen – und möchte in diesem Zuge die dafür aufgewendeten Mittel drastisch kürzen. Diese Neuausrichtung wurde im Rundfunkrat diesmal diskutiert und soll in den nächsten Sitzungen weiter beraten werden, heißt es. Aber auch hier gibt es weiter Diskussionsbedarf.

Quelle: DWDL

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Waldemar
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